Storchenschutz in der Vergangenheit
Um 1900 waren im schweizerischen Mittelland rund 140 Nester bekannt, in denen regelmässig gebrütet wurde. Bis 1949 ging der Bestand auf ein einziges Paar zurück und 1950 blieb auch dieser letzte Horst verwaist.
1948 gründete Max Bloesch die Storchensiedlung Altreu. Jungstörche, anfänglich aus Europa, später aus Nordafrika, wurden über die kritischen Jugendjahre im Gehege behalten und nach Erlangung der Brutreife und Paarbildung freigelassen. Diese Vögel verbleiben auch heute noch im Winter bei uns. Zurzeit brüten in der Schweiz über 250 Storchenpaare. Heute werden keine Jungstörche mehr zurückbehalten.
Umorientierung im Weissstorchschutz
Heute konzentriert sich der Storchenschutz auf die Erhaltung geeigneter Lebensräume und Nahrungsgebiete sowohl in den Brutgebieten als auch in den Winterquartieren, um die Storchenpopulation langfristig zu sichern.
Die Rettung des Weissstorchs kann nur gelingen, wenn auf eine Zufütterung verzichtet werden kann und der Zug in die Winterquartiere eine Reise mit Rückkehr wird. Auch die Internationale Zusammenarbeit wurde im Storchenschutz immer wichtiger.
In der "Russheimer Resolution" wurden die neuen Ziele des Weissstorchschutzes festgehalten. Sie können sich dieses Dokument als pdf-Dateiherunterladen oder als html-Datei anschauen und ausdrucken.