Körperbau

 

Der Weissstorch ist einer der grössten Vögel in Mitteleuropa. Die langen Beine sind zum Waten im seichten Wasser geeignet. Die grosse Spannweite der Flügel ermöglicht es ihm, im Segelflug ohne Flügelschlag gewaltige Entfernungen zurückzulegen. Mit dem langen, leuchtend roten Schnabel kann er wie mit einer Pinzette seine Beute ergreifen.

Geschlechter: im Aussehen gleich, Männchen geringfügig kräftiger gebaut mit meist längerem und stärkerem Schnabel
Federkleid: weiß, Schwingen und Oberflügeldecken schwarz Schnabel und Beine: rot, bei Jungtieren schwärzlich. Nach dem Ausfliegen sind Jungtiere nur durch die schwärzliche Schnabelspitze von Altvögeln zu unterscheiden.
Körpergröße: voll aufgerichtet bis 150 cm, sonst 80 bis 110 cm
Gewicht: 3 –4kg
Flügelspannweite: bis 220 cm
Flügelform: breit, daher guter Segler
Schnabellänge: 14 – 19 cm.

Die weiten, brettartigen Flügel ermöglichen dem Storch im Segelflug weite Strecken zurückzulegen.

Die Federn werden regelmässig ersetzt. Der Ersatz der Federn erfolgt nach und nach, damit nicht zu grosse Lücken entstehen. Die Erneuerung erfolgt zur Brutzeit, wenn der Storch am wenigsten von den Flügeln Gebrauch machen muss.

Warum können Störche so lange auf einem Bein stehen?

Die nackten Beine der Störche sind ideal geeignet für das Schreiten auf feuchten Wiesen. Aber wenn die Störche ruhen, verlieren sie über die Beine schnell Wärme. Deshalb verbergen sie oft ein Bein in ihrem Federkleid. Aber wie schaffen sie es, so lange auf einem Bein die Balance zu halten?

Zwischen Unterschenkel und Lauf befindet sich das sogenannte Intertarsalgelenk, ein Schnappgelenk. Wenn die Störche das Bein strecken, schnappt das Gelenk ein und verbindet Unter- und Oberschenkel in einer geraden Linie, das Bein bleibt ohne Muskelkraft gestreckt. Damit wird das Ruhen auf einem Bein für die Störche ein Kinderspiel.