Ab TAbelle Affenberg Beringung

Arbeitsblatt zu: „Excel Tabelle 2001 –2005 Daten Oberschwaben“

und nur für Aufgabe 5

„Beringungsliste von 2005 der Storchenstation Affenberg (Bodenseekreis)“.

Information: Oberschwaben umfasst die Kennzeichen: FN, RV, SIG, BC In der Tabelle sind auch unberingte Störche verzeichnet, deren Herkunft demnach unbekannt ist. Zum Beispiel werden in Spanien, aber auch in manchen Ländern wie Bayern, Störche in allgemeinen nicht beringt. In Oberschwaben geborene Störche werden alle beringt.

1a. Stelle die Zahl der ausgeflogenen Jungen nach Jahren getrennt in Abhängigkeit von der Zahl der Horste mit Jungen als Säulengraphik dar.

Die Jahre 2001-2005 sind in der Tabelle verzeichnet, die Daten für das Jahr 2006 müssen aus den Texten von www.stoerche-oberschwaben.de entnommen werden.

2a. Bilde in einem zweiten Schritt die Quotienten aus der Zahl der Jungen zur Zahl der Horste in den Jahren 2001 bis 2005.

Diskutiert die Ergebnisse unter Einbeziehung der Infos aus www.stoerche-oberschwaben.de

„Das Storchenjahr 2006“ : Adebar, der Frühlingsbote, hat es in diesem Frühjahr bestimmt nicht leicht mit der Überbringung seiner Botschaft; wo es doch manchem dünkt, es würde anbetracht verschneiter Wälder und Felder eher passen, einen Nikolausstiefel vor die Tür zu stellen als Ostereier zu suchen.Wie in den letzten Jahren, so kamen jedoch auch diesmal die ersten Störche schon Ende Februar und Anfang März zu ihren Bruthorsten, wo sie dann allerdings oft nur wenige Tage blieben, um für einige Zeit wieder in freundlichere, schneefreie Regionen abzuziehen. In Denkingen – schneereicher als beispielsweise das Pfrunger Ried, jedoch nah am Bodensee gelegen – zogen die Störche nach jeweils mehrtägigem Aufenthalt sogar dreimal wieder ab bis sie dann Mitte März endgültig an ihrem Horst blieben.Ab Ende März ließen sich viele Paare jedoch kaum noch vom kalten Wetter beeindrucken, sie paarten sich und legten Eier.  Anfang April kam es dann schon des öfteren vor, dass ein in stoischer Ruhe brütender Storch – genauso eingeschneit wie seine Umgebung - kaum noch in seinem Nest auszumachen war. Jedoch nicht nur der nicht enden wollende Winter machte den Adebaren zu schaffen, manchmal mussten sie auch mit Artgenossen erbittert um ihren Horst kämpfen und nicht immer hatten sie dabei Erfolg. Man darf gespannt sein, wie diese Brutsaison weitergeht. Ende Mai /Anfang Juni hatten die Störche erstmals eine schwere Zeit zu überstehen. Als die scheußliche Kälte und der teils heftige Regen nicht enden wollten, dachte man schon, dass sich dieses Jahr, was den Bruterfolg der Störche anbelangt, zum „Katastrophenjahr“ entwickeln würde. Die Verluste in den einzelnen Horsten waren jedoch völlig unterschiedlich. Sehen wir einmal von Isny und Wangen ab, die natürlich mit den heftigsten Frösten und Unwettern zu kämpfen hatten und deshalb Totalverluste erlitten, so haben in unmittelbar benachbarten Horsten Oberschwabens die Jungen der einen Horste die Zeit gut überstanden (hier gibt es drei oder sogar vier Junge) während es in den anderen Nestern Totalausfälle gab. Insgesamt aber – darf man jedoch feststellen – dass es, gemessen an den Witterungs-Voraussetzungen, erfreulicherweise mit dem Bruterfolg gar nicht so schlecht aussieht. 

Merke: Ein sicherer Storchenbestand, der sich aus eigener Reproduktion erhält, ist nach Ansicht mancher Experten erst zu erwarten, wenn der Quotient aus Zahl der flüggen Jungen zur Zahl der Nester mit Jungen über 2,0 liegt.

2. Die Brutstörche der Jahre 2001 bis 2005 stammen aus den Staaten: D, CH, F, A, CZ und XY. Lege eine Tabelle an und vermerke die Unterschiedlichkeit der einzelnen Jahre. Welche Aussagen sind möglich? Formuliere diese.

3. Stelle nach Jahren getrennt in einer Tabelle den Nestzahlen die Zahl der in Oberschwaben geborenen Brutstörche gegenüber. Störche, welche aus der Storchenstation Salem (mit Zufütterung) und den benachbarten „Außennestern“ in Deisendorf, Tüfingen, Mühlhofen und Frickingen stammen, werden nicht berücksichtigt. Welche Erkenntnis ziehst du aus der Gegenüberstellung?

 

(Tabelle:)
Jahr Orte mit Nestern Störche oberschwäbischer Herkunft 2001 2002 2003 2004 2005

4. Die Tabelle: „Beringungsliste 2005 xls“ listet den Bruterfolg von 12 Nestern der Storchenstation „Affenberg“ und den der 12 Nester umliegender Dörfer auf. Diese Störche dieser „Nachbarnester“ profitieren von der täglichen Fütterung am „Affenberg“. Untersuche, ob der Bruterfolg im Jahr 2005 der Nester des Affenbergs größer war als der der „Nachbarnester“ (Quotient aus Zahl der flüggen Jungen zur Zahl der Nester mit Jungen) und der Bruterfolg in Oberschwaben (siehe Daten der Excel-Tabelle für 2005) Affenberg_Beringungsliste_2005.XLS Oberschwaben_2001-2005.XLS Lösungen zum Arbeitsblatt zu: „Excel Tabelle 2001 –2005 Daten Oberschwaben“ und nur für Aufgabe

5: „Beringungsliste von 2005 der Storchenstation Affenberg (Bodenseekreis“).

1a. Jahr Orte mit Nestern, keine oder abgebrochene Brut Orte mit Nestern mit flüggen Jungen Ausgeflogene Jungtiere 2001 24 15 26 2002 25 18 41 2003 28 22 61 2004 32 27 77 2005 40 30 72 2006 50 28 67 1b. Quotienten aus: a. flügge Junge zur Gesamtzahl aller Nester b. flügge Junge zu Gesamtzahl der Nester mit Jungen a. b. 2001: 1,07 1,73 2002: 1,64 2,28 2003: 2,17 2,77 2004: 2,40 2,85 2005: 1,80 2,40 2006: 1,54 2,55 Diskussion: Die Zahl der Nester steigt stetig. Starker Anstieg der flüggen Jungen von 2001 bis 2004, dann Rückgang. Abhängigkeit des Bruterfolgs von der Witterung. 2. Herkunft der Brutstörche nach Staaten (inklusive „Singles“) D CH F A CZ Unberingt Summe 2001 19 10 2 1 19 51 2002 23 12 3 1 09 48 2003 21 14 4 1 11 61 2004 24 14 4 1 1 17 61 2005 31 13 5 1 16 66 Ergebnisse: Zunahme der in Deutschland geborenen Störche am Gesamtbestand Zahl der Schweizer und der unberingten Störche in etwa konstant Der zahlenmäßige Anstieg in Oberschwaben ist zu über 50% abhängig von der „Zuwanderung“. Z.B. waren in 2005 etwa 25% der Störche unbekannter Herkunft Anzahl der in Oberschwaben geborenen Brutstörche: Jahr Orte mit Nestern Brutstörche oberschwäbischer Herkunft 2001 24 5 2002 25 8 2003 28 8 2004 32 8 2005 40 9 2006 52 ? In den Jahren 2001 bis 2005 hat sich die Zahl der Nester verdoppelt, die geringe Zahl der Störche oberschwäbischer Herkunft hat sich nur geringfügig erhöht. t. Die Einwanderung wurde von Jahr zu Jahr erheblicher (Storcheneinwanderungsland). Wo sind die in sechs Jahren flügge gewordenen Jungstörche (etwa 180) verblieben? Im Jahr 2005 wurden jeweils in 12 Nestern am Affenberg sowie in 12 Nestern der Umgebung jeweils 33 Junge flügge. Dies ergibt einen Quotienten von 2,5. Vergleicht man diesen Quotienten jedoch mit dem Schnitt in Oberschwaben (30 Nester mit 71 flüggen Jungen, Quotient 2,36), so war der Bruterfolg an der Storchenstation und in den Nestern der Umgebung trotz eines täglichen Futterangebotes nicht wesentlich höher. Man kann vermuten, dass die Witterung über den Bruterfolg entscheidet. Affenberg_Beringungsliste_2005.XLS Oberschwaben_2001-2005.XLS