Storchenkämpfe können heftig und blutig enden

Text: Gert Dahms

Foto: Heiko Junge

Kann es sein, dass die uns allen bekannten Storchenkämpfe zugenommen haben und auch heftiger und blutiger werden? Ich denke „ja“, aber zu beweisen ist so was wohl eher nicht.

Möglicherweise hängt es mit den inzwischen wochenlang auseinanderliegenden Ankunftszeiten von Ost- oder Weststörchen zusammen. Und die sind nun mal eindeutig durch die ca. 1 Monat früheren Ankunfszeiten aus den Überwinterungsgebieten in Reisfeldern und Müllplätzen in Spanien entstanden.

Aber wer kämpft nun eigentlich gegen wen?

Männchen gegen Männchen?

Weibchen gegen Weibchen?

Männchen gegen Weibchen oder umgekehrt?

Wissen wir das eigentlich? Der Zugang zur Literatur in der Storkenkate Preten (storkfoundation) ist uns ja seit einiger Zeit ziemlich verschlossen. Oder? Und die eigenen hunderte von Sonderdrucken schlummern wohl nicht nur bei mir in Kästen. Nicht sortiert nach Themen, deshalb findet man nur was mit sehr großem Aufwand.

Ich vermute allerdings, dass es sehr wenig zum Thema gibt. Eine Bearbeitung  wäre sicherlich sehr sinnvoll und was Neues gegenüber vielen Wiederholungen, was z.Z. festzustellen ist.

Wer kann aber so was leisten und wie? Die Kämpfe dauern ja glücklicherweise nicht ewig an. Sie sind an vielen Nestern, nicht immer ist ein guter Beobachter in der Nähe. Am besten kann es wohl ein Vogelkundler leisten, der selbst ein Storchennest auf seinem Grundstück hat. Und das sind verdammt wenige.

Also, müssen wir dieses Thema leider „vergessen“?

In unserer „Storchenbibel“ von Kaatz u.a. gibt es tatsächlich einige Hinweise zum Thema „Kämpfe“.

Und wie komme ich zu diesem Vermerk?

In Barnkrug, Kreis Stade, Niedersachsen,  hat ein Storchennestbesitzer einen Storchenkampf am 10.4.2023 „hautnah“ erlebt und fotografiert.  Die Wildkamera  schaffte dann den Rest mit einem „Eirauswurf“. Und wer ist der „Eier-Rausschmeißer“? Man meint das Vorjahrs-Weibchen, das erst spät sein bereits besetztes Vorjahrsnest erreichte. Aber alle 3 beteiligten Störche waren leider unberingt.

 

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