Winterzählung 2022

Herzlichen Dank allen, die uns bei der Winterzählung unterstützt haben.

Nach einem erneuten Wintereinbruch in der Nacht, aber bei doch meist sonnigem und schneefreier Landschaft waren viele Beobachter vom Boden- bis zum Genfersee unterwegs um nach Störchen Ausschau zu halten. Herzlichen herzlichen Dank dafür.

Erstmals seit den Zählungen zeigen die Zahlen der Überwinterer keine Zunahme. Möglicherweise hat der frühe Wintereinbruch die Störche veranlasst, doch in mildere Gefilde aufzubrechen.

An dem meist zum Teil doch schneefreien und sonnigen Samstagnachmittag waren die Störche vorwiegend nur in kleineren Gruppen anzutreffen. Die grössten Gruppen von 40 – 68 Störchen wurden im Linthgebiet, im St. Galler Rheintal und im Neeracherried gezählt. In der Westschweiz ist einzig bei Vallamand eine Gruppe von 34 Störchen gesichtet worden, welche später Richtung Avenches davon flog. Im Raum Basel-Landschaft wurden 27 Störche gezählt. Selbst an dem von den Störchen beliebten Schlafsammelplatz „Flachsee“ wurden während der Zählung bis 17:30h nur gerade 23 Störche gezählt. So dass in der Schweiz etwa 733 Störche gezählt wurden, das sind nur unwesentlich mehr als im vergangen Winter, wo 718 Störche gezählt wurden. Vergleicht man es mit der Zunhame der Brutpaare ist sogar ein Rückgang von 7,2% zu verzeichnen.

Interessant ist jedoch, dass der beliebte Sammelschlafplatz Flachsee  zum Übernachten doch aufgesucht wurde, denn am Sonntagmorgen früh wurden dort 150 Störche beobachtet. Auch das Neeracherried scheint ein Schlafsammelplatz geworden zu sein, dort wurden am 23. Dezember 111 Störche gezählt.

Im angrenzenden Ausland wurde wie schon in den Jahren zuvor in der Fussacher Bucht am Bodensee (Österreich) eine grosse Gruppe von 145 Störche gezählt. Und von Böhringen-Rickelhausen bei Radolfzell am Bodensee (Deutschland) wurden 44 Störche gemeldet, in diesen Gruppen könnten auch Schweizer Störche dabei gewesen sein.

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