Praxisbeispiele im Umgang mit Weissstorchnestern
Weissstörche bauen ihre Nester auf Bäumen, Gebäuden, Antennen, Kaminen und ähnlichen Strukturen. Das kann zu Konflikten führen. In den folgenden Praxisbeispielen zeigen wir Lösungen auf, um Konflikte zu entschärfen oder zu vermeiden. Ausserdem finden Sie Informationen dazu, wie den Weissstörchen an geeigneten Standorten das Nisten erleichtert werden kann.
Wichtige rechtliche Rahmenbedingungen
Das Brutgeschäft der Vögel ist gemäss Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSG) geschützt. Es ist verboten, Eier oder Jungvögel zu entnehmen oder das Brutgeschäft der Vögel zu stören. Das Brutgeschäft gilt ab der ersten Eiablage bis zum Ausfliegen der Jungvögel.
Zusätzlich verbieten das Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG) sowie die dazugehörige Verordnung die Zerstörung, Beschädigung oder Entfernung von Nestern und Brutstätten von Vögeln. Der Schutz gilt auch für Nester, die sich noch im Bau befinden. Mehrjährig genutzte Nester, wie es beim Weissstorch der Fall ist, stehen ganzjährig unter Schutz.
Ist die Beeinträchtigung oder Entfernung von sich im Bau befindenden oder bestehenden Weissstorchnestern ausserhalb der Brutzeit nicht zu vermeiden, ist die zuständige kantonale Behörde für Natur- und Vogelschutz vorgängig zu konsultieren. Wird die Entfernung bewilligt, ist sofern möglich, angemessener Ersatz bereitzustellen.
Wo befindet sich das Nest und welche Massnahmen sollen getroffen werden?




